Neue Impfempfehlung für Kleinkinder


Gegen Rotaviren wappnen
Neue Impfempfehlung für Kleinkinder

Rotaviren sind die häufigsten Erreger von Brechdurchfall bei Kleinkindern. Bei Kleinkindern verläuft die Erkrankung meist besonders heftig. Um den Viren Einhalt zu gebieten, empfiehlt die Ständige Impfkommission seit kurzem die Schluckimpfung gegen Rotaviren für alle Säuglinge als Standardimpfung.

Bei Babys droht Austrocknung

Jedes Jahr erkranken in Deutschland schätzungsweise 400.000 bis 500.000 Kinder unter 5 Jahren an Rotaviren. Bis zu 20 Brechdurchfall-Attacken täglich sind die Folge der Infektion. Heftige Bauchschmerzen und Fieber machen den Kleinen zusätzlich zu schaffen. Aufgrund des hohen Verlusts an Wasser und Mineralstoffen droht das Kind auszutrocknen – gerade bei Babys passiert das schnell. Dann bleibt nur der Weg in die Kinderklinik. Knapp 20.000 Kinder landen in Deutschland jedes Jahr aufgrund von Rotavirus-Erkrankungen im Krankenhaus.

Impfung die beste Vorsorge

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit Juli 2013 für alle Säuglinge in Deutschland die Schluckimpfung gegen Rotaviren als Standardimpfung. Die Schluckimpfung wird – je nach Impfstoff – zwei- oder dreimal verabreicht. Da Hygienemaßnahmen Rotavirus-Infektionen nicht effektiv verhindern, ist die Rotavirus-Impfung die geeignetste Maßnahme, um einer Rotavirus-Erkrankung vorzubeugen, heißt es bei der STIKO. Der Mindestabstand zwischen den einzelnen Impfungen beträgt 4 Wochen. Die Impfserie sollte im Alter von 6 bis 12 Wochen beginnen und bis zur vollendeten 24. bzw. 32. Lebenswoche abgeschlossen sein. Die STIKO rät dazu, die Impfserie möglichst frühzeitig zu beginnen. Die Impfung kann gleichzeitig mit den anderen Standardimpfungen im Säuglingsalter erfolgen.

Viele Krankenkassen haben bereits vor der offiziellen Empfehlung die Kosten der Impfung getragen. Sobald der Gemeinsame Bundesausschuss der Empfehlung zugestimmt hat, ist die Impfung verpflichtende Kassenleistung. Bis dahin empfiehlt es sich, im Zweifelsfall bei der Krankenkasse nachzufragen.

News

Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung
Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung

Reisen in Risikogebiete

Von Thailand bis in die Karibik: Denguefieber-Infektionen drohen in zahlreichen Reisegebieten. Bisher empfiehlt die STIKO die Impfung nur Personen, die sich bereits einmal damit infiziert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Reisemedizin sieht das anders.   mehr

Was hilft beim Einschlafen?
Was hilft beim Einschlafen?

Geräusche oder Musik

Probleme beim Einschlafen sind weit verbreitet. Manche Menschen versuchen, sich mit entspannender Musik oder Geräuschen in den Schlaf zu wiegen. Funktioniert das?   mehr

Finger weg von Lachgas!
Jugendlicher füllt Lachgas aus einer Kartusche in einen Luftballon

Nervenschäden möglich

In kleine bunte Ballons verpackt kommt Lachgas erst einmal recht harmlos daher. Außerdem ist es günstig, leicht zu beschaffen und legal – alles Eigenschaften, die es als Partydroge bei Jugendlichen sehr beliebt macht. Doch wie bei jeder Droge drohen auch bei Lachgas ernste gesundheitliche Folgen.   mehr

Beim Entwässern auf Natrium achten
Beim Entwässern auf Natrium achten

Vorsicht mit Diuretika

Entwässerungsmittel werden bei vielen Erkrankungen eingesetzt. Eine Wirkstoffgruppe, die Thiazide, führt häufig zu einem Natriummangel im Blut. Und das vor allem zu Beginn der Therapie.   mehr

Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht
Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht

Ob Fehlgeburt oder Abtreibung

Abtreibung führt zu Brustkrebs! Diese Parole wird seit Jahren immer wieder ins Feld geführt, um schwangere Frauen von einem Abbruch abzuhalten. Dass das nicht stimmt, wird durch eine finnische Studie erneut untermauert.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Mai

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Temperaturalarm im Kinderzimmer

Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberk ... Zum Ratgeber
Kolonie-Apotheke
Inhaber Ahmed Aziz
Telefon 030/49 91 33 99
E-Mail kontakt@kolonie-apotheke.de